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Mittwoch, 3. Juli 2013

Syrien Info: vor einem Jahr in Syrien

Syrien Info: vor einem Jahr in Syrienvor einem Jahr in Syrien


01.06.2012 - In Syrien haben sich verschiedene neuetablierte Parteien und Nicht-Regierungs-Organisationen zu einer Koalition zusammengeschlossen, berichten PressTV-Reporter. "Ich gebe die Bildung einer Koalition nationaler und demokratischer Parteien bekannt. Das Ziel unserer Nationalen Koalition ist es, eine ernsthafte Zusammenarbeit mit allen syrischen Parteien zu beginnen, um die Unruhen durch Dialog zu überwinden." sagte Imad al-Katib von der syrischen Solidaritätspartei.
- Die „Opposition“ nutzt ein Foto aus dem ägyptischen Port Said und gibt es als in Syrien (Banias) aufgenommen aus.
- "Die russische Regierung hat sich in ihrer Sicht auf das Massaker von Hula hinter die syrische Regierung gestellt: Die Tötung von mehr als 100 Menschen am 25. Mai sei "eine gut geplante Aktion von Militanten" gewesen, teilte das russische Außenministerium am Freitag mit. Weiter hieß es, das Massaker sei eine kriminelle Handlung mit dem Ziel gewesen, eine "politische Regelung" der Krise in Syrien zu verhindern. Die westlichen Nationen, die die syrische Regierung für das Massaker verantwortlich machen, "bevorzugen ihre eigene Agenda", deren Ziel der Sturz des syrischen Präsidenten Baschar Assad sei."
- "Die Tragödie in der syrischen Stadt Al-Hula, wo unschuldige Kinder und Frauen getötet worden waren, ist eine Folge finanzieller Hilfe und des Waffenschmuggels für die Terroristen.
Das erklärte der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, am Freitag in Moskau. "Das Blutbad in Al-Hula, bei dem mehr als 100 Zivilisten, darunter 49 Kinder starben, hat die Spannungen in und um Syrien noch weiter geschürt. Die am 31. Mai bekannt gegebenen Resultate einer Ermittlung der syrischen Behörden zeugen davon, dass dieses Verbrechen eine von langer Hand geplante Aktion der Extremisten war. Ihr Ziel bestand darin, Anstrengungen zur politischen Beilegung der Syrien-Krise zu torpedieren… Die Drahtzieher und unmittelbaren Ausführer dieses barbarischen Verbrechens müssen gebührend bestraft werden", hieß es.
Lukaschewitsch erinnerte daran, dass Russland bereits mehrmals auf reale Ursachen aufmerksam gemacht hatte, die der Erfüllung des Friedensplans des UN-Sondergesandten Kofi Annan im Wege stehen. "Das ist vor allem die fehlende Bereitschaft der wichtigsten internationalen und regionalen Akteure, in Syrien gemäß der Logik einer friedlichen Regelung vorzugehen… Wir sehen, dass dabei die eigennützige Tagesordnung bevorzugt wird. Ihr wichtigster Punkt bleibt nach wie vor der Sturz des Regimes in Damaskus", sagte der russische Diplomat."
- „…Nach einem Bericht des jeglicher Sympathie für die Assad-Regierung unverdächtigen israelischen Mediennetzwerkes Arutz Sheva (»Kanal 7«) »eröffnete die Polizei am Freitag (18.3.2011) das Feuer auf bewaffnete Demonstranten, tötete vier und verwundete bis zu 100 weitere«. Am darauffolgenden Sonntag brannten Demonstranten die örtliche Zentrale der Baath-Partei und das Gerichtsgebäude nieder und griffen auch das Krankenhaus der Stadt sowie Büro und Wohnhaus des Gouverneurs an. Neben zwei weiteren Demonstranten wurden dabei, wie Arutz Sheva und die chinesische Agentur Xinhua übereinstimmend berichteten, auch sieben Polizisten getötet. Die Zahl der getöteten Polizisten überstieg somit in den prägenden ersten drei Tagen der Protestbewegung vermutlich die der Opfer unter den Demonstranten. Mit dem Bild friedlicher Proteste, die von Sicherheitskräften willkürlich mit brutaler Gewalt unterdrückt wurden, ist dies kaum zu vereinbaren. …“ „…Bereits am 11. März 2011, d.h. eine Woche vor den ersten gewaltsamen Auseinandersetzungen, berichtete Reuters über Waffenlieferungen aus dem Irak, die von der syrischen Polizei entdeckt worden waren. Ende März wurden aus dem Libanon kommende Boote voller Waffen vor der syrischen Küste abgefangen. Im April stellte die syrische Polizei weitere umfangreiche Waffenmengen sicher. Auch libanesische Behörden berichteten Anfang April, sie hätten mehrere Lieferungen an der Grenze zu Syrien gestoppt und bestätigten damit die Existenz eines frühen regen Waffenschmuggels. …“

02.06. - "Wer nach dem Massaker in Hula gezweifelt hat, ob dies tatsächlich Truppen der syrischen Armee veranstalteten, der sollte Recht behalten. Es war von Anfang an logisch, dass Assad nicht mitten in Annan´s Friedensplan seine Soldaten losschickt, um kleine Kinder abzuschlachten. Der Friedensplan ist die einzige Chance um seine Haut zu retten. Was ich mir aber sehr wohl erwartete war, dass die radikalen Wahhabiten versuchen würden zu manipulieren und ihre Schandtaten Assad ihn die Schuhe zu schieben. Durch diverse Zeugenaussagen in Hula wurde diese Vermutung nun bestätigt. Yahoo-News ist ein Online-Magazin auf Mainstream-Linie und versucht natürlich das Massaker Assad in die Schuhe zu schieben. Mit der Veröffentlichung der Zeugenaussage eines kleinen Jungen machten sie aber einen Fehler, nämlich dass sie ihn wortgetreu niederschrieben. Der Junge namens Ali el-Sayed erzählte: "Als die bewaffneten Männer in unser Haus eindrangen, stellte ich mich tot. Ich konnte das Zittern kaum unterbinden, doch es gelang mir. Selbst als die Männer mit langen Bärten und rasierten Köpfen meine Eltern und meine vier Geschwister abschlachteten." Mit diesem Jungen wird in der Presse massiv Propaganda und Kriegshetzerei betrieben. Er ist erst 11 Jahre alt und versteht die Zusammenhänge noch nicht. Die anderen Zeitungen ließen auch tunlichst weg, dass die Männer laut seiner Beschreibung lange Bärte und kurzrasierte Haare hatten, ist es doch ein sicheres Zeichen, dass es sich dabei um die radikalen Wahhabiten handelt. In der syrischen Armee ist solch ein Look nicht gefragt. ..."
- „Um die Verbreitung mutmaßlicher Regierungslügen zu verhindern, entzog YouTube daher der regimetreuen Video-Plattform „Syriatruth“ die Rechte. Das Verbot, so Youtube, sei vom oppositionellen syrischen Nationalrat „gefordert“ fordern.“
- Widerlich sektiererische Aussagen der Opposition im Internet: Die Opposition hat anfangs bestritten, sektiererisch zu sein. Und die große Mehrheit, einschließlich der „dritten Strömung“, der Neutralen, leugnet das Sektiererische noch immer. Ich sage, wir lassen sie selber zu Wort kommen: Punkt 1: zwei Einträge auf Facebook: 1. Kommentar: “Wir unterstützen alle Glaubensrichtungen außer den Alawiten. Wir werden sie vernichten.” 2. Kommentar: “Ja, ich schwöre es. Eine Region nach der anderen.” Punkt 2: Eine Gruppe auf Facebook: “Alle Alawiten sollen abgeschlachtet werden. Alle Schiiten sollen abgeschlachtet werden. Jeder Soldat in Bashars Armee soll abgeschlachtet werden. Jeder Arbeiter, der seinem Job nachgeht, soll abgeschlachtet werden. Jeder, der die Regierung unterstützt, soll abgeschlachtet werden. Jeder, der einen neutralen Standpunkt einnimmt, soll genauso abgeschlachtet werden.” Punkt 3: Nachdem libanesische schiitische Pilger in Nordsyrien entführt worden sind, schrieb eine Person dieses Statement: „Wir werden nicht nur 13 libanesische Schiiten entführen, wir werden alle von ihnen im Libanon entführen.“ Punkt 4: Der letzte Punkt stammt von einem Twitter-Account, der einem wahhabitischen Sender gehört, der von Saudi-Arabien aus sendet. Dieser Sender hat Sektierertum in Syrien von Beginn an unterstützt. Der erste Eintrag lautet: „Wir appellieren an unsere geliebte Freie (Syrische) Armee, alle alawitischen Dörfer zu bombardieren und sie ebenso auszurotten, wie der Prophet, Friede sei mit ihm, als er Katapulte verwendete, um al-Taif zu zerstören.“ Der zweite Eintrag lautete: „Die Fatwa von Imam Ibn Othaimen, möge Gott seiner Seele gnädig sein, erlaubt die Tötung von Frauen und Kindern der Ungläubigen, wenn sie das gleiche getan haben. Für die, die uns kritisieren wenn wir sagen: Tötet die Kinder der Alawiten!“
- Augenzeugen des al-Houla-Massakers: das Massaker wurde an speziellen Familien verübt, die die Regierung unterstützten. Zwei Augenzeugen des al-Houla-Massakers sagten, dass das Massaker in diesem Gebiet von bewaffneten Terroristen verübt wurde, die speziell die Familien angriffen, die die Regierung unterstützten und sich weigerten, an den Protesten teilzunehmen, Waffen zu tragen oder Geld an die Terroristen zu zahlen. Die beiden Augenzeugen, deren Identität aus Sicherheitsgründen geheim gehalten wird, sagten am Freitag in Interviews mit dem syrischen Fernsehen, die Terroristen seien aus verschiedenen Gebieten gekommen und hätten gleichzeitig mehrere Sicherheitscheckpoints angegriffen, wobei sie modernste Waffen verwendet hätten. Sie fügten hinzu, die bei TV-Sendern gezeigten Fotos würden von Terroristen getötete Menschen zeigen zusammen mit den Leichen der Bewaffneten, die bei dem Ausgangskonflikt getötet wurden. Sie wurden mit den Opfern zusammen gezeigt, um die Anzahl der Leichen zu erhöhen.
Der erste Augenzeuge erklärte, dass er die Bewaffneten begleitet habe und Details ihrer Arbeit kenne. Drei Tage vor dem Massaker hätten die Bewaffneten über etwas diskutiert, das am Freitag geschehen würde. Sie meinten, es wäre etwas „Besonderes und Großes“.
Er sagte weiterhin, dass sich am Freitag, den 25. Mai, nach dem Freitagsgebet, Bewaffnete in der Nähe des Uhrenplatzes gezeigt hätten, während sich eine große Gruppe die Straße hinunter bewegte zu dem Bereich al-Sad, der als Tripoli-Straße bekannt ist. Zusammen mit der ersten Gruppe begannen sie, ihre Gewehre in die Luft abzufeuern um den Checkpoint zu beschäftigen und den Eindruck zu erwecken, sie wollten ihn angreifen.
Der Augenzeuge berichtete, er habe sich zu der zweiten Gruppe gesellt, die aus verschiedenen bewaffneten Gruppen aus verschiedenen Gebieten bestand, einige kannte er und einige nicht. Alle waren schwer bewaffnet. Sie beschossen wahllos eine Sicherheitsabteilung in dem Gebiet und trafen dabei sowohl das Sicherheitspersonal als auch in der Nähe befindliche Häuser und Bewohner.
Er erklärte, die meisten Bewaffneten hätten ihre Waffen gar nicht zu handhaben gewusst. Einer bediente ein PKC-Maschinengewehr, das ihn zurück warf. Ein anderer startete eine RPG-Rakete, die statt des Sicherheitsgebäudes das al-Zakahi-Wohnhaus traf und zwei Zivilisten tötete.
Der Augenzeuge sagte, die Absicht der Bewaffneten sei es gewesen, eine bestimmte Familie wegen ihrer Mitgliedschaft im Parlament zu liquidieren und in der Tat hatten ihre Mitglieder an den Protesten nicht teilgenommen, sondern die Regierung unterstützt. Sie hielten sich aus Schwierigkeiten raus und gaben den Bewaffneten kein Geld um Waffen zu kaufen. Er fügte hinzu, es handelte sich auch um persönliche Blutrache und Familienfehden. In der Tat hatte die Familie al-Sayed, die angegriffen wurde, Mitglieder im Parlament und die Bewaffneten bezeichneten das Massaker als „Geschenk“ für die Wahl zum Abgeordneten.
Er erklärte, dass die Gruppe von einem Haitham al-Housam geführt wurde, der die Familie al-Sayed hasste. Sie seien Mörder, keine Revolutionäre und ihre Beschäftigung seien Entführung, Mord und Diebstahl, wodurch sie Millionen angehäuft hätten. Diese Gruppe hätte nicht nur das Sicherheitsgebäude beschossen, sondern auch das Haus, in dem sich Okba al-Sayed, sein Bruder, seine Schwägerin und deren Kinder befanden. Sie seien dabei getötet worden.
Der Augenzeuge erklärte weiterhin, in der Nähe des al-Sayed-Wohnhauses gäbe es ein Haus, das Nidal Bakkour gehört, dem Anführer einer anderen Gruppe. Die Menschen in diesem Haus würden noch leben, während die anderen getötet worden seien. Das gleiche gilt für mehrere Häuser in der Nähe des Sicherheitsgebäudes. Das beweist, dass das Massaker einfach ein Angriff auf bestimmte Familien durch Bewaffnete war.
Der zweite Augenzeuge, eine Frau, sagte, sie sah am Freitag, den 25. Mai eine große Gruppe Bewaffneter erscheinen, viele von ihnen Fremde, die nicht aus dem Gebiet von Teldo stammten. Diese Bewaffneten begannen einen Sicherheits-Checkpoint mit Mörsergranaten anzugreifen, die von einem Mann namens Saiid Fayez al-Okesh abgeschossen wurden. Das Sicherheitspersonal schoss zurück und verletzte ihn am Bein. Er wurde dann schnell in ein Feld-Hospital in Kafer Laha gebracht.
Die Männer belegten den Checkpoint mit schwerem Beschuss. Sie kommunizierten mit anderen Gruppen über drahtlose Geräte und wiesen bei dem Gespräch darauf hin, dass sie die Sicherheitskräfte nur ablenken wollten. Dabei nahmen sie Bezug auf bestimmte Gruppen aus den Gebieten, aus denen sie stammten, wie z.B. Tal Dahab, Aqrab und al-Rastan.
Die Zeugin sagte, die Gruppen griffen den Checkpoint gleichzeitig um etwa 1:30 an. Viele Sicherheitsposten starben bei dem etwa 3stündigen Beschuss. Nach der Übernahme des Checkpoints stahlen sie die Waffen und Munition, die sich dort befand und begannen, sie unter sich aufzuteilen. Dann setzten sie sowohl den Kontrollpunkt als auch das in der Nähe befindliche Krankenhaus in Brand und die Bäume dahinter.
Sie sagte, einer der Bewaffneten sei Haitham al-Hallaq gewesen. Er habe eine Gruppe von etwa 200 Mann geführt und trug zusätzlich zu seiner Schusswaffe ein Beil (Hackmesser). Seine Gruppe sei berüchtigt für Diebstahl und Entführung. Diese Gruppe traf sich mit Gruppen von außerhalb und ging zur al-Sad-Straße. Später, etwa gegen 7, erfuhren sie, dass die Bewaffneten das Sicherheitsgebäude angegriffen und ein Massaker in al-Sad verübt hätten.
Etwa gegen 8 hatten die Bewaffneten den Transport ihrer Opfer in die al-Ram-Moschee beendet. Dann holten sie Autos und fuhren mit ihnen in der Gegen rum.
Die Zeugin erklärte, die Opfer gehörten zur Familie al-Sayed. Dazu gehörten Muawiya al-Sayed, der ein Polizei-Offizier sei, der nicht übergelaufen war und in ständiger Gefahr schwebte und zwei andere al-Sayed-Haushalte, die mit Meshleb al-Sayed verwandt sind, der vor kurzem Parlamentssekretär wurde.
Die Zeugin fügte hinzu, eine andere angegriffene Familie sei die Familie Abdelrazzaq, die aus vier Haushalten besteht und die Regierung unterstützt. Die Wohnhäuser der Familie al-Sayed befänden sich in unmittelbarer Nähe der Häuser der Bewaffneten und ihrer Familien. Sie frage sich, wieso die Kinder der Bewaffneten nicht getötet worden seien, wenn der Angriff, wie manche behaupten, von „Shabiha“ verübt worden sein soll.
Sie ergänzte, eine andere nicht angegriffene Familie sei die Familie Faour. Alle Mitglieder dieser Familie seien bewaffnet und einer von ihnen fungiert als Kameramann für al-Jazeera. Wieso ist niemand von diesen Menschen gestorben, da doch ihre Häuser zur Zeit des Massakers voll besetzt waren?
Die Zeugin schloss mit den Worten, dass die große Zahl von Leichen, die sie vor den Beobachtern heraus holten, um sie als Opfer des Artelleriebeschusses zu präsentieren, sowohl die Leichen der Bewaffneten als auch die Ermordeten einschloss. 

03.06. - “Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei seinen Blitzbesuchen in Deutschland und Frankreich in dieser Woche Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Francois Hollande aufgefordert, die Opposition in Syrien zu Friedensverhandlungen mit der Assad-Regierung zu zwingen. Dies teilte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow am Samstag mit.
Die Syrien-Krise habe bei den Gesprächen Putins in Paris und Berlin im Mittelpunkt gestanden, sagte Uschakow. Der russische Präsident habe vor einem Scheitern des Friedensplans Kofi Annans und vor einer auswärtigen Einmischung in die syrische Krise gewarnt. Auch habe Putin darauf verwiesen, dass ein Machtwechsel in Damaskus kaum zu einer Normalisierung, sondern eher zu einem Zusammenbruch des Staatssystems und einem Bürgerkrieg führen würde.”
- „Die Arabische Liga hat die beiden größten Satellitenbetreiber der Region aufgefordert, die syrischen Fernsehsender nicht länger zu übertragen. Die in Saudi-Arabien ansässige Organisation Arabsat und das ägyptische Unternehmen Nilesat sollten sowohl das syrische Staatsfernsehen als auch private Sender des Landes blockieren, hieß es bei einer Sondersitzung der Außenminister der Arabischen Liga in Katar. Damit solle das Regime von Präsident Baschar al-Assad daran gehindert werden, weiterhin seine eigene Darstellung der blutigen Gewalt zu verbreiten. Das syrische Staatsfernsehen bezeichnete den Schritt als "Aggression gegen Syrien, mit der die Stimme des Volkes zum Schweigen gebracht werden" solle.“
- „Nach Angaben des Vatikans ist die syrische Regierung nicht verantwortlich für die Gräueltaten an Zivilisten. Ganz im Gegenteil. Vatikanische Quellen deuten auf die Existenz von bewaffneten Banden und Terroristen. 
„Instabilität und Gewalt, Aufruf des Apostolischen Nuntius: "Genug mit den Gräueltaten" Instabilität, Unsicherheit, Gewalt, Massaker: Das Szenario in Syrien ist heute düster. Nach Angaben des "Syrischen Nationalrates", der die Opposition in Houla führt, wurden in der Provinz Homs 88 Menschen, einschließlich Zivilisten und Kinder, bei Bombardierung durch die syrische Armee getötet. Fides-Quellen berichten eine andere Version. Die reguläre Armee beschoss Houla, wo viele salafistische Militante und Terroristen Zuflucht gefunden haben und Zivilisten als menschliche Schutzschilde nutzten." Der Apostolische Nuntius in Syrien, Seine Exzellenz Mgr. Mario Zenari, der von Fides interviewt wurde, veröffentlicht einen Apell: „Dieses Massaker ist nicht das erste, hoffen wir, dass es das letzte ist. Wir fordern ein Ende solcher Gräueltaten. Alle Gläubigen, Christen und Muslime, sind heute dazu aufgerufen, die Waffen des Gebets und des Fastens zu nutzen, um die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft in Syrien wieder zu entfachen.“ Laut Fides-Quellen in der christlichen Gemeinschaft wüten Bewaffnete Banden außerhalb jeglicher Kontrolle weiter und greifen unschuldige Zivilisten an. Terroristen haben das Haus eines Alawiten im südlichen Distrikt in der Nähe von Rablah/Qusayr gesprengt, auch im Gebiet von Homs. Die Explosion führte zum Tod von Youssef Airouti, verwundete seine Frau und seinen Sohn und ebenso Hallaq Shibli und seine Frau Niamat Saadiyet, ein christliches Paar aus Qusair, die Zuflucht in Rableh gefunden hatten. In der Zwischenzeit wurden in Homs die armenisch-apostolische Kirche und die angrenzende Schule im Stadtteil Hamidia beschlagnahmt und von der syrischen militanten Volksbefreiungsarmee [Freie Syrische Armee] besetzt, die die Gebäude als Wohnräume und Lazarett benutzt.“
Fr. Romualdo Fernandez, ein Franziskanermönch des Schreins von Tabbaleh, zu Ehren des Hl. Paulus in Damaskus, sagte der Agentur FIDES: „Die Menschen sind verwirrt und desorientiert. Es gibt Berichte über Massaker, aber wer verantwortlich ist, ist nicht sicher. Pessimismus breitet sich aus, weil niemand weiß, was die Zukunft bringt. Es gibt Kritik an der Regierung, aber auch an den Rebellen der Opposition. Als Christen leiden wir mit den Menschen, die durch den Konflikt betroffen sind. Wir bemühen uns um Frieden und Gerechtigkeit, ohne eine politische Partei zu unterstützen.“
- B. al-Assad spricht vor dem neugewählten Parlament 

04.06. - „Details über den Tod des syrisch-armenischen Soldaten haben die gesamte armenische Gemeinschaft geschockt. Es ist nun bekannt, dass der in Damaskus ansässige Soldat Levon Kuyumjyan nicht durch Rebellenbeschuss im Gebiet Bab al Hawa getötet wurde, sondern durch grausame Folter starb. Dass der 22jährige Armenier gefoltert wurde wurde klar, nachdem seinen Eltern seine Leiche übergeben worden war, sagte der Vertreter der armenischen Gemeinde in Syrien, Nazareth Elmadzyan, der Nachrichtenagentur Armenpress.“
- Syrische Oppositionelle gründeten die "Front Islamischer Brigaden". Sie wollen dem "Tyrannen-Regime" von Präsident Assad ein Ende bereiten. Der Friedensplan des UN-Sondergesandten Annan sei gescheitert. … Ein Vertreter der Aufständischen sagte, man fühle sich nicht mehr an die im Annan-Plan festgelegte Waffenruhe gebunden und habe nach Ablauf des Ultimatums an Staatschef Assad am vergangenen Freitag damit begonnen, „das Volk zu verteidigen". Ein blutiger Befreiungsschlag, denn am Wochenende wurden mehr als 80 Soldaten durch die Rebellen getötet.“ [Anmerkung: Der 04.06. ist ein Montag, das heißt, noch vor der Aufkündigung des Friedensplans wurden mindestens 80 Soldaten getötet.]
- französischer Bischof nach Rückkehr aus Syrien: "In Homs herrscht Verzweiflung"
„Der Frieden in Syrien wäre möglich, wenn alle die Wahrheit sagen würden. Ein Jahr nach Beginn des Konflikts ist die tatsächliche Lage im Land weit von dem entfernt, was die westlichen Medien darzustellen versuchen“, so der französische Bischof Philip Tournyol Clos nach seiner Rückkehr aus Syrien, wo er Damaskus, Aleppo und Homs besuchte.
Homs bezeichnet der griechisch katholische Bischof als „Märtyrer-Stadt“: „Die Opposition hat die beiden Stadtviertel, Diwan Al Bustan und Hamidieh, besetzt, in der sich alle Kirchen und Bischofsresidenzen befinden“. „Es bietet sich dem Besucher“, so der Bischof weiter, „ein Bild der absoluten Verzweiflung: die Kirche Mar Elian ist zur Hälfte zerstört und eine andere Kirche ist von Rebellen besetzt. Die Häuser der Christen sind von den Gefechten schwer beschädigt und stehen leer, nachdem die Bewohner fliehen mussten. Das Stadtviertel Hamidieh ist eine Hochburg bewaffneter Gruppen, die voneinander unabhängig sind, und von Katar und Saudi-Arabien mit schweren Waffen ausgerüstet werden. Alle Christen (138.000) haben Zuflucht in Damaskus und im Libanon gesucht und andere halten sich in den umliegenden Regionen versteckt. Ein Priester wurde ermordet und ein anderer schwer verletzt. Nur noch wenige Christen leben dort und alle fünf Bischöfe mussten sich in Damaskus und im Libanon in Schutz bringen“.
„In der Hauptstadt hat man Angst vor Autobomben und Selbstmordattentaten. Gegenwärtig versucht man das Land durch den Einsatz von Abenteurern zu destabilisieren, die zu Bluttaten bereit sind, bei denen es sich aber nicht um Syrier handelt. Darauf hatte auch der ehemalige französische Botschafter, Eric Chevalier hingewiesen, dessen Informationen jedoch abgelehnt wurden, sowie viele andere Informationen gefälscht werden, um damit den Krieg gegen Syrien zu schüren“, so der Bischof zum Fidesdienst. In Damaskus starben in der vergangenen Woche 130 Menschen bei Attentaten (davon 38 Christen), 400 Menschen wurden verletzt und viele Wohnungen verwüstet. „Das Entsetzen ist weit verbreitetet und der Schmerz unbeschreiblich“, betont Bischof Clos.
„Die Feinde Syriens haben Muslimbrüder rekrutiert, die die bisher friedlichen Beziehungen zwischen Muslimen und Christen im Land untergraben sollen“, so der Bischof zur den Beziehungen zwischen den Religionsgemeinschaften. „Dies ist bisher nicht gelungen: im Gegenteil die beiden Glaubensgemeinschaften sind sich näher gekommen als dies je der Fall war“.
„Sunnitische Salafisten“, so der Bischof weiter, „verüben kriminelle Übergriffe auf Zivilisten und zwingen einfache Bürger in ihren Reihen zu kämpfen. Fanatische Extremisten kämpfen einen heiligen Krieg gegen Alawiten. Alawiten haben dabei keine Überlebenschance“. 

05.06. - „Berlin wird zum Zentrum der Planungen für den Wiederaufbau Syriensnach einem möglichen Sturz von Präsident Baschar al-Assad. Dafür hat die "Gruppe der Freunde des syrischen Volkes", eine Ländergemeinschaft, die eine Lösung des Syrien-Konflikts vorantreiben will, nun eine zentrale Anlaufstelle in der deutschen Hauptstadt eingerichtet. … Als Ziel gilt der Umbau des bisher von Staatsunternehmen geprägten syrischen Systems zu einer liberalen Marktwirtschaft.“
- FSA kündigt den Annan-Friedensplan auf
- Syrien weist westliche Botschafter aus. Darunter zählen die Botschafter der USA, Großbritaniens, Frankreichs und der Türkei.
- „Die Rebellen in Syrien haben den internationalen Friedensplan aufgekündigt und massive Angriffe auf Regierungstruppen gestartet. Ein Sprecher der Aufständischen sagte der Nachrichtenagentur Reuters, man fühle sich nicht mehr an die im Annan-Plan festgelegte Waffenruhe gebunden und habe nach Ablauf des Ultimatums an Syriens Präsident Baschar al-Assad am Freitag damit begonnen, "das Volk zu verteidigen". Die Rebellen haben nach eigenen Angaben unter anderem in Damaskus und in der Aufständischen-Hochburg Idlib Panzer zerstört und mehr als 100 Soldaten getötet, teilte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Namen von 80 Opfern seien von örtlichen Ärzten bestätigt worden. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur meldete, am Montag seien 30 getötete Sicherheitskräfte beigesetzt worden.“
- „Wie bewaffnen sich die syrischen Rebellen für ihren Kampf gegen die Regierungstruppen von Machthaber Baschar al Assad? Besonders viele konkrete Informationen liegen nicht vor. Klar erscheint: Desertierende Soldaten nehmen leichte Waffen aus Regierungsarsenalen mit, wenn sie die Seiten wechseln. Saudi-Arabien und Katar liefern zudem Waffen an die Freie Syrische Armee und geben Geld, damit sich die Rebellen auf den Schwarzmärkten des Mittleren Ostens bedienen können.
Die "Washington Post" zitierte außerdem Offizielle aus dem Weißen Haus, die bestätigten, dass die USA bei der Bewaffnung der Rebellen logistische Hilfe leisteten. Die USA würden dafür sorgen, dass die Waffen an den richtigen Mann gelangen. Aber wie kommen die Waffen nach Syrien?“
- “NATO-Special Forces in Syrien nun offiziell
SAS und andere NATO-Special-Forces werden in Syrien gemeldet. Der Daily Star berichtet, dass SAS Special Operations Forces sowie Agenten des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 in Syrien operieren. Dadurch wird offiziell, was nsnbc und andere nicht staatliche oder gesponserten Medien seit Monaten berichten. Der Daily Star berichtet auch, dass andere Länder, darunter die Türkei, Frankreich und "möglicherweise" die USA in Syrien tätig sind. Ein Hinweisgeber und hochrangiger Offizier der US Special Operations Forces, der in Fort Bragg, North Carolina, stationiert ist, erklärte bereits Ende August 2011, die USA hätten Special Forces zusammen mit Spezialeinheiten anderer NATO-Mitgliedstaaten in Syrien im Einsatz.“ // "SAS-Truppen und MI6-Agenten sind in dem Land um zu helfen, wenn ein Bürgerkrieg ausbricht, wie an diesem Wochenende erwartet wird."
- Bei der FAZ sind es heute 130 Menschen, die in Hula ermordet wurden:
“unter dem Schock des Massakers von Hula, in dem hundertdreißig Menschen, darunter fünfzig Kinder, ermordet wurden”
- Terroristen ermordeten Brigadegeneral Dr. Anwar al-Saqqa in den Außenbezirken der Obstgärten von Barzeh, als er seine Tochter zu den Prüfungen fahren wollte. Sie versteckten einen Sprengsatz unter seinem Auto und zündeten ihn in dem o.g. Gebiet. Dr. al-Saqqa war sofort tot, seine Tochter und der Fahrer wurden verletzt in´s Krankenhaus gebracht. Dr. al-Saqqa ist ein Offizier der Palästinensischen Befreiungsarmee. // Eine bewaffnete Terrorgruppe ermordete Colonel engineer Ahmad Abdul-Qader Haj Hattab in der Stadt Deir Azzor. Er wurde von zwei Terroristen auf einem Motorrad in der Nähe seines Hauses im Stadtteil al-Qussour erschossen. Ebenfalls in Deir Azzor, im Stadtteil Bour Said, wurde Lieutenant Colonel Izz-Eddin Abdullah Sweidan erschossen. //Brigadegeneral Mohammad Amin Aslan wurde von Bewaffneten aus seinem Auto am Stadtrand von Sednaya entführt. //Die Behörden beschlagnahmten ein mit Waffen beladenes Fahrzeug, das über einen illegalen Grenzübergang in Talkalakh/Provinz Homs aus dem Libanon kam. Zu den beschlagnahmten Waffen gehörten mehrere schwere Maschinengewehre, Munition, mehrere Handgranaten und Kommunikationsgeräte.
- "Aus Telefonaten mit Latakia wissen wir, dass seit über einer Woche die Hölle los ist in Haffeh. Banden haben Familien aus ihren Häusern vertrieben. Es hat massive Zerstörungen und Plünderungen gegeben.
Allgemein herrschte großes Unverständnis, dass die Regierung/Armee nichts unternommen hat. Nun scheint es soweit zu sein…"
- Die Slovakei rief am Montag zu einer vollständigen und sofortigen Umsetzung des Plans des UN-Gesandten in Syrien, Kofi Annan, auf. Der Sprecher des slovakischen Außenministerius, Boris Gandel, sagte gegenüber AFP, eine Reduzierung der diplomatischen Beziehungen zwischen der Slovakei und Syrien sei nicht vorgesehen. Mit einem solchen Schritt würde die Slovakei jegliche Einflussmöglichkeit verlieren. 

06.06. - „Peking - China und Russland sind sich mit den anderen vier Mitgliedern der Shanghaier Kooperationsorganisation in ihrer Zurückhaltung im Syrien-Konflikt einig. Zum Abschluss ihres Gipfels in Peking will die Gemeinschaft ein Dokument dazu annehmen. Alle Seiten teilten ähnliche Positionen, sagte Russlands SCO-Gesandter Kirill Barsky nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass in Peking. Neben Russland und China gehören Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan zur SCO-Gruppe.“
- Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich lebe seit mehr als 40 Jahren in Syrien, als Christ in einer moslemischen Familie. Aber ich habe mich noch nie so bedroht gefühlt. Es gab viele schwierige Zeiten, Krieg, Differenzen zwischen der syrischen und der britischen Regierung, aber ich kann mich an keine Zeit erinnern, in der die Handlungen des Landes, das ich immernoch Heimat nenne, so peinlich beeinträchtigt gewesen sind.
Syrien ist kein sehr gut regiertes Land und die meisten Menschen beschweren sich über die verschiedenen Geheimdienste und deren Macht, aber für nahezu alle ist die ganze Zeit über das Leben sicher gewesen. Ich bin spät in der Nacht durch eine 5-Millionen-Stadt gelaufen ohne einen Gedanken daran, dass es unsicher sein könnte. Die verschiedenen moslemischen und christlichen Glaubensrichtungen haben auf ihre eigene Art und Weise und an ihren eigenen Plätzen ihre Religion ausgeübt, mit nur wenig Kontrolle. Auch die Synagoge, die jetzt verlassen ist, wurde vor Beschädigung geschützt und das Land, das von seinen jüdischen Bewohnern verlassen wurde, wartet darauf, dass sie sie irgendwann zurückfordern.
Es scheint mir, die derzeitige Hasskampagne wurde gestartet, als der libanesische Führer Rafiq Hariri vor einigen Jahren getötet wurde. Es musste Syriens Schuld sein, obwohl er viel Zeit in Damaskus verbrachte und ein Haus dort besaß. Die Amerikaner riefen und schrien, die Syrer müssten vor Gericht gestellt werden und erst als Beweise, die vorher ignoriert wurden, der Weltöffentlichkeit zugänglich wurden – dass die Amerikaner selber, mit israelischer Hilfe, daran beteiligt waren – wurde das Thema stillschweigend fallengelassen.
Die Grundlage von Demokratie, so wurde es mir beigebracht, ist eine freie Presse, und Syrien beginnt erst jetzt, dies zu bekommen. Aber wie frei sind ihre eigenen Informationen? Die offiziellen syrischen Nachrichtensender wurden von Nilsat und Arabsat verbannt – so wird niemand in der arabischen Welt in der Lage sein, die offizielle syrische Sichtweise zu erfahren. Europa hat Syrien auf Hotbird, aber die Nachrichten auf dem arabischen Dienst der BBC zensieren gewöhnlich alles, was die Regierung herausgibt. Andererseits wird oppositionsnahen Programmen freier Lauf im Äther gegeben, obwohl ihr Inhalt oft extrem umstritten und häufig ungenau ist. Ich habe Berichte über Oppositionsdemonstrationen gesehen, die eigentlich Fotos von Pro-Regierungs-Demonstrationen zeigten und Berichte, die angeblich aus Nordsyrien waren – wo es ein unglaublich nasses Jahr gab –, die scheinen in irgendeiner Wüste aufgenommen worden zu sein. Die Nachrichten, die als Wahrheit von BBC World News übernommen werden, sind diesertage so voreingenommen, dass ich überhauptnichts mehr glaube, was sie über irgendetwas sagen – nach über 60 Jahren Wahrheit.
Syrien braucht sicherlich Demokratie, aber die meisten Menschen, mit denen ich gesprochen habe, von Freunden über Reinigungskräfte, Fabrikarbeiter und Taxifahrer, sehnen sich im Moment nach einer starken Führungspersönlichkeit, einem „Vater für sein Volk“. Wie die Mehrheit in England, wenn sie das Leben etwas leichter für sich und ihre Familien sehen können, machen sie sich wirklich nicht zu viele Sorgen über das System, solange wie es sie fair behandelt.
In den letzten Jahren gab es viele Verbesserungen in der Lebensweise und dem Lebensstandart vieler arbeitenden Menschen. Ein großer Fortschritt ist die Reduzierung der Korruption bei der Polizei und den Justizbehörden und die Beschneidung der Befugnisse der Sicherheitsdienste. Ein weiterer Fortschritt war – bis zu dem derzeitigen Konflikt – das massive Wachstum im Tourismusbereich in Syrien, was Tausende, vielleicht Hunderttausende von Menschen auf die eine oder andere Weise Arbeit geboten hat. Das ist zum Leidwesen vieler Familien natürlich jetzt weggefallen. Die Tragödie hier ist eine doppelte. Die Bevölkerung hat sich in etwa 35 Jahren mehr als verdreifacht (wie würde Großbritanien soetwas managen?) und niemand hat sich viel Mühe gegeben, das System fair zu halten. Der Präsident wird im Westen viel wegen der Begünstigung seines Stammes kritisiert, aber ich möchte darauf hinweisen, dass viele Menschen in seiner Regierung keine Alawiten sind, obwohl es auch viele gibt, und er zunehmend an der Spitze einer Regierung von Technokraten steht.
Der traurigste Teil der gegenwärtigen Ereignisse ist für mich, wie zwei andere arabische Staaten, Saudi-Arabien und Qatar, ermutigt werden, Syrien ihre eigenen Formen von Demokratie aufzuzwingen. Wenn man bedenkt, dass die saudische Polizei da anfängt, wo die syrische aufhört, und darauf stolz ist, dass Frauen keinen gleichberechtigten Status haben, dass die Religionspolizei Macht und Status hat und das jegliche Opposition von der saudischen Armee „fest angepackt“ wird, selbst wenn es im Nachbarland Kuweit ist, kann ich mich über die Naivität der Außenminister nur wundern, die scheinbar das alles dem relativ entspannten Syrien „bescheren“ wollen.
Die Oppostion, ach ja, die armen, unbewaffneten Rebellen kämpfen gegen die Macht der Syrischen Armee. Hier sind ein paar Fakten, die ich selbst bezeugen kann:
Vergangenen Sommer wurde ein Geschäftsfreund meines Mannes eingeladen, an einer friedlichen Demonstration nach den Freitagsgebeten in Hama teilzunehmen. Er hatte Angst um seine Sicherheit, aber ihm wurde eine rote Rose gegeben, die er tragen sollte, und es wurde ihm versichert, die ganze Angelegenheit würde ruhig und geordnet ablaufen. Da er viele andere Männer aus der Moschee zusammen mit ihren kleinen Söhnen teilnehmen sah, willigte er ein. Sie gingen ein paar Minuten, die unbewaffnete Polizei beobachtete sie vom Straßenrand aus. Dann zog ein Mann IN SEINER NÄHE eine Schusswaffe hervor und erschoss den nächststehenden Polizisten. Das Ergebnis war ein Aufruhr, mit Todesopfern. Von al-Jazeera als grundloser Angriff der Polizei auf Demonstranten berichtet.
Ein älterer Mann aus Jisr al-Shoghour, der im Ruhestand war und mit seiner Frau in einer Erdgeschosswohnung lebte, beschloss, dass es besser wäre, abzuwarten. Das Wetter war heiß, so dass seine Fensterläden geschlossen, die Fenster aber offen waren. Er hörte draußen Leute reden, die keinen syrischen Akzent hatten. Er dachte, sie seien Saudis oder so ähnlich. Es machte ihm nichts aus, in den Händen von Syrern zu sein, aber er war wütend und hatte Angst, sich der Gnade von Ausländern auszusetzen. Deswegen setzte er seine Frau in sein kleines Auto und gab vor, nach Idleb zu wollen, denn sie verweigerten ihm die Erlaubnis, nach Aleppo zu fahren.
Als die Arabische Friedensmission nach Lattakia kam, bat ein Mann sie, die Rebellen weg zu bringen, da sie das Leben unmöglich machten. Sobald die Beobachter die Stadt verlassen hatten, wurde er von den Rebellen auf einem öffentlichen Platz gehängt – zum Entsetzen eines dort lebenden ausländischen Freundes.
Es gab mehrere Entführungen in Aleppo und die UNO hat erklärt, sie sei das Werk der Opposition. Es gibt auch wohlbekannte Todeslisten für alle, die in irgendeiner Weise für die Regierung arbeiten. Ich hoffe nur, dieser Brief setzt mich nicht auf eine solche!
Geschäfte in vielen Teilen Aleppos wurden geschlossen, nachdem die Eigentümer auf den Fensterläden den Schriftzug „schließen oder abgebrannt werden“ gefunden haben.
Die schrecklichen Ereignisse in Houla, wo Kinder erschossen oder erstochen wurden: So viele Regierungen waren schnell damit, die Syrische Armee zu beschuldigen, aber die UN-Beobachter haben bisher keinen Bericht vorgelegt. Warum nicht warten, bis bekannt ist, was passiert ist?
Es gibt so viele Fälle, die ich aus meinem eigenen Wissen heraus zitieren kann. Bitte fragen Sie sich selber, ob es in Ihrem Interesse ist, hier ein extremes islamistisches Regime an der Macht zu haben. Den Christen wurde bereits gesagt „Ihr seid die Nächsten“, geschrieben an Kirchenwände in Aleppo und Lattakia.
Es ist eindeutig richtig, dass es viele schlechte Seiten an der gegenwärtigen Regierung gibt. Aber Dämonisierung des Präsidenten scheint kein nützlicher Weg zu sein, obwohl der Druck auf Syrien im Moment sicherlich dazu beigetragen hat, den internen politischen Prozess in Bewegung zu setzen und aus seinem jahrelangen Trott zu bringen. Vielleicht könnte ein bisschen weniger Hysterie der Außenminister und das alte Sprichwort „Du fängst mehr Fliegen mit Marmelade als mit Essig“ an dieser Stelle hilfreich sein.
Übrigens, wenn sie in naher Zukunft von dem Tod eines britischen Staatsbürgers in Aleppo hören sollten, wird es daran liegen, dass diese Art von Meinung ausreicht, mich auf eine Todesliste zu setzen – und die wird nicht von der Regierung sein!
Mit freundlichen Grüßen
Angela Formby
- Es scheint, als stiegen die Chancen Syriens auf Frieden. Putins Plan, Truppen der ‘Organisation für kollektive Sicherheit’ (CSTO) in die geschundene Region zu entsenden, eröffnet neue Wege einer friedlichen Beilegung des Konfliktes Vor kurzem hatte der russische Präsident den Generalsekretär der CSTO, Nikolai Bordyuzha, um entsprechende Anregungen ersucht. Dieser hatte den Plan bejaht und darüber hinaus zugesichert, dass ohne jede Verzögerung 20.000 gut ausgebildete ‘Blaue Chapkas’, das russische Pendant zum Blauhelm, bereitgestellt werden könnten, um in Syrien Dienst zu tun. Durch den Schritt soll laut Putin verhindert werden, dass das Land in einen echten Bürgerkrieg abgleitet. Allerdings erwähnte er nicht, ob die Entsendung von Friedenstruppen mit oder auch ohne UN- Mandat stattfinden wird. Vermutlich eher ohne. 

07.06. - Präsident B. al-Assad beauftragte Dr. Riyad Farid Hijab mit der Bildung einer neuen Regierung. Dr. Hijab war seit dem 14. April 2012 Landwirtschaftsminister in Syrien. Er wurde 1966 in Deir Azzor geboren.
- Die Einwohner des Dorfes al-Kabier erzählen im syrischen Fernsehen: Die Terroristen griffen unser Dorf an und drohten uns für den Fall, dass wir nicht mit ihnen zusammenarbeiten. Sie brannten mehrere Häuser und Besitztümer von denen nieder, die nicht mit ihnen kooperierten. Außerdem haben sie mehrere Dorfbewohner vertrieben.
- "Wenn die Uno-Mission vorbei ist, werden die militärischen Führer des Aufstands die Stunde Null ausrufen. Dann werden die Säulen des Regimes wie Dominosteine fallen", sagte Abu Yazan, Kommandeur der in der Region Homs operierenden Wadi-Brigade, SPIEGEL ONLINE. In besagter Stunde Null werde sich entscheiden, wer diesen Krieg gewinnen werde. Die FSA setzte dabei auf simultane Attacken im ganzen Land. "Die Führung der Rebellenarmee bereitet große Überraschungen für das Regime vor. Zivilisten werden demonstrieren, und überall im Land wird die FSA angreifen", so Abu Yazan. ...
"Wir haben unsere Waffenarsenale gefüllt. Wir haben unsere Kämpfer, die im Libanon behandelt wurden, zurückgeschickt. Jetzt sind wir entschlossen, die Operation Stunde Null zu starten", sagte Abu Yassir. "Die Zeit für den großen Tag ist gekommen."
-„ In Syrien sind bei einem abermaligen Massaker nahe Hama mindestens 55 Menschen getötet worden. UN-Beobachter, die den Tatort aufsuchen wollten, wurden beschossen. … Viele sind in ihren Häusern verbrannt oder wurden mit Messern erstochen. Die meisten Toten gehörten einer Familie an. … Das Massaker ähnelt auf den ersten Blick dem von Hula, bei dem am 25. Mai 108 Menschen getötet worden waren. Syrische Oppositionelle, die aus der Region kommen, konnten in den vergangenen Tagen aufgrund glaubwürdiger Zeugenaussagen den wahrscheinlichen Tathergang in Hula rekonstruieren. Ihr Ergebnis widerspricht den Behauptungen der Rebellen, die die regimenahen Milizen Schabiha der Tat beschuldigt hatten. … Nach Angaben der Augenzeugen habe sich das Massaker in dieser Zeit ereignet. Getötet worden seien nahezu ausschließlich Familien der alawitischen und schiitischen Minderheit Hulas, dessen Bevölkerung zu mehr als neunzig Prozent Sunniten sind. So wurden mehrere Dutzend Mitglieder einer Familie abgeschlachtet, die in den vergangenen Jahren vom sunnitischen zum schiitischen Islam übergetreten sei. Getötet wurden ferner Mitglieder der alawitischen Familie Shomaliya und die Familie eines sunnitischen Parlamentsabgeordneten, weil dieser als Kollaborateur galt. Unmittelbar nach dem Massaker hätten die Täter ihre Opfer gefilmt, sie als sunnitische Opfer ausgegeben und die Videos über Internet verbreitet. …“
- Laut Berichten hat die syrische Regierung den Anti-Regierungs-Milizen 24 Stunden Zeit gegeben, um die Waffen niederzulegen. Nach Ablauf dieser Frist würde eine militärische Offensive gegen die vom Ausland unterstützten bewaffneten Gangs gestartet, berichtet PressTV. Präsident B. al-Assad hat den Gesandten der UN, Kofi Annan, in einem Brief über dieses Ultimatum informiert. Bisher hat die UNO nicht darauf reagiert.
- Im Gebiet von al-Haffeh/Provinz Lattakia starb ein Kind und vier weitere wurden verletzt, als ein Auto mit 7 Personen aus einer Familie von bewaffneten Terroristen beschossen wurde. In dem Auto fuhren Khaled Mohammed Shaibun aus dem Dorf Jinkeel und mehrere Mitglieder seiner Familie. Sein Sohn Mohammed starb bei dem Beschuss. Während alle vier anderen Kinder verletzt wurden – Enas (7 Jahre), Hadell (9 Jahre), Yara (12 Jahre), Sarah (13 Jahre) – blieben der Vater und die Mutter Noura unverletzt. //In Hettin in der Provinz Daraa erschossen Bewaffnete den Militärrichter Bassem Suheil Mustafa und seinen Fahrer Hamzeh Hamoura, seine Tochter Sidra wurde schwer verwundet. // Die Behörden verhinderten einen Terroranschlag mit einem mit einer großen Menge Sprengstoff beladenen Auto in der sehr belebten Gegend al-Mahatta-Station in der Stadt Sanamin. Als die Sicherheitskräfte ein verdächtiges Auto überprüfen wollten, versuchte der Insasse zu fliehen und sich selbst in die Luft zu sprengen. Die Behörden fanden 6 Fässer mit etwa 700 kg Sprengstoff und etwa 70 kg eines weißen Pulvers, außerdem mehrere Benzinflaschen. //In der Stadt al-Hirak in der Provinz Daraa sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Pick up in die Luft, der mit grünen Kichererbsen und einer Menge Sprengstoff beladen war. Bei der Explosion wurde ein Sicherheitsposten verletzt. // In Homs hinderten die Behörden eine bewaffnete Terrorgruppe an dem Versuch, in der Nähe der Stadt Edlin/Talkalakh vom Libanon aus nach Syrien einzudringen. // Ein weiterer Infiltrationsversuch bewaffneter Terroristen wurde in Kherbit al-Jouz area/Jisr al-Shughour verhindert. Dabei wurden drei Terroristen getötet und ihre Waffen beschlagnahmt, darunter Maschinengewehre und Gewehre. Der Rest der Terrorgruppe floh zurück in die Türkei. // Eine bewaffnete Gruppe stürmte die Verkehrsdirektion in der Provinz Hama und stahl mehrere Autos und Computer. Eine offizielle Quelle berichtete: „13 Terroristen in Autos stürmten die Zentrale, bedrohten die Wache und stahlen drei Autos und fünf Computer bevor sie flüchteten.“
- Sie wurden mit Knüppeln erschlagen und mit Messern aufgeschlitzt: Eineinhalb Wochen nach dem Massaker von Al-Hula sind nach Angaben von Aktivisten in Al-Kobeir in der syrischen Provinz Hama erneut 80 Menschen auf teils bestialische Weise umgebracht worden.
Bei dem Blutbad seien am Mittwoch in der kleinen Siedlung 22 Kinder, 20 Frauen und 38 Männer getötet worden. UN-Beobachter wurden vom Militär auf dem Weg nach Al-Kobeir gestoppt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, die unbewaffneten Beobachter seien von Unbekannten aus Handfeuerwaffen beschossen worden. Er geißelte das Massaker, das weltweit Entsetzen auslöste, bei einer UN-Sondersitzung in New York als «unaussprechliche Barbarei».
Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat nach den Worten Bans das Recht verloren, für das syrische Volk zu sprechen und es zu führen. «Tausende Syrer wurden getötet und ganze Familien ausgelöscht. Männer, Frauen und selbst Kinder wurden hingerichtet. Jedes Regime, das solche Taten zulässt, hat keine Legitimität mehr», sagte Ban am Donnerstag bei der Sondersitzung der UN-Vollversammlung.
- „Es ist ein schreckliches Bild, das Einwohner und Oppositionelle aus der Provinz Hama von dem Massaker in der zentralsyrischen Ortschaft al Kubeir zeichnen: "Der Boden war bedeckt von verbrannten Körpern von Kindern, Frauen und jungen Mädchen", beschreibt Laith, ein junger Mann aus einem Nachbardorf, die Situation nach dem Blutbad am Donnerstag. "Was ich gesehen habe, ist unvorstellbar: Es war ein grauenhaftes Massaker, die Menschen wurden hingerichtet und verbrannt", sagt der Augenzeuge mit zitternder Stimme in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP. … Laut Laith waren es regierungstreue Milizen der alevitischen Schabbiha-Miliz, die das sunnitische al Kubeir am frühen Nachmittag stürmten und bis zum Abend wüteten. "Die Menschen aus dem Dorf haben mir erzählt, dass sich die Schabbiha in der Nacht betrunken haben, um die Leichen herumgetanzt sind und Assad gepriesen haben", sagt der junge Mann. Wie andere Quellen nennt auch er Panzer, Granaten, Schusswaffen und Messer als Mordwerkzeuge. Die Aleviten, zu denen auch Assad gehört, besetzen in Syrien viele einflussreiche Posten. Laut Laith gab es in al Kubeir seit dem Beginn des Aufstands gegen Assad im März 2011 nie Proteste. … "Wir können das einfach nicht mehr hinnehmen, es wird gemordet, und alles ist Blendwerk und Lüge", schimpft Laith mit Blick auf die Mission der UN-Beobachter in Syrien. Sie seien "in etwa 30 Versuchen" zur Hilfe nach al Kubeir und Maasaraf gerufen worden. "Aber sie sind nicht gekommen", sagt Laith vorwurfsvoll. Nach Angaben von Missionschef Robert Mood wurden sie von syrischen Sicherheitskräften unter anderem mit Straßensperren aufgehalten. Der internationale Syrien-Gesandte Kofi Annan drückte vor der UN-Vollversammlung sein "Entsetzen" über das Massaker aus. Sein im April vereinbarter Friedensplan steht vor dem Scheitern.
Auch nach Ansicht oppositioneller Aktivisten aus der Region Hama, in der al Kubeir liegt, ist die Schabbiha-Miliz für das Massaker verantwortlich. Allein weil die Dorfbewohner sich in dem Konflikt auf keine Seite gestellt hätten, seien sie ein Angriffsziel gewesen, sagt Abu Ghasi al Hamwi in einem Telefonat. "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns", laute die Devise der Regierung. "Das Regime will beweisen, dass es sich um einen Krieg und nicht um einen Aufstand handelt", sagt al Hamwi. Die schlimme Folge sei, dass ein Mann aus al Kubeir, mit dem er gesprochen habe, durch das Massaker "35 Familienmitglieder" verloren habe.“
- „UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon hat der syrischen Armee vorgeworfen, schwere Waffen gegen die UN-Beobachter in dem arabischen Land einzusetzen. Mit dieser Abschreckungsmaßnahme versuche die Regierung von Präsident Baschar al-Assad, die unbewaffneten Beobachter aus bestimmten Gegenden des Landes zu vertreiben, sagte Ban nach Angaben von Diplomaten bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Donnerstag in New York. Auf Fahrzeuge der Beobachter sei mit panzerbrechender Munition gefeuert worden. Zudem setze das syrische Militär Drohnen ein, um die Beobachtermission zu überwachen.“

08.06. - Die Behörden beschlagnahmten eine große Menge moderner und fortschrittlicher Waffen,die sich in einem Auto befand, das im Gebiet Wadi al-Fatleh die libanesisch-syrische Grenze überfuhr. Darunter befanden sich moderne US-amerikanische Scharfschützengewehre und schwere Maschinengewehre, außerdem Sprengfallen und ferngesteuerte Sprengsätze. Außerdem enthielt das Fahrzeug mit Schalldämpfer ausgestattete Scharfschützengewehre, Maschinengewehre, RPG, Kommunikationsgeräte und eine große Menge Munition Mörsergranaten. // In der Straße al-Thawra in Qudssaya/Damaskus-Land starben drei Sicherheitskräfte durch eine Autobombe. Mehrere andere Sicherheitskräfte und Zivilisten wurden bei dem Anschlag verletzt. // In der Provinz Deir Azzor griff eine bewaffnete Terrorgruppe Militäreinheiten an, die das al-Omar-Ölfeld in der Region al-Mayadin bewachten. Dabei wurde ein Militärangehöriger getötet, zwei Offiziere und zwei weitere Soldaten wurden verletzt. Auch mehrere der Angreifer wurden getötet oder verwundet, der Rest floh. //In der Nähe des Jamiyat al-Mohandisin-Platzes in Aleppo verhinderten die Behörden einen Autobombenanschlag. Das Auto wurde mit einem Sprengsatz gefunden, der nach Einschätzung der Militärtechniker ein geschätztes Gewicht von 500 kg hatte. // Durch einen Autobombenanschlag in der Provinz Idleb starben zwei Sicherheitskräfte und drei Zivilisten. Bei den Sicherheitskräften handelt es sich um Warrant Officer Abdul-Fattah al-Khateeb und Mohammad Ghazi. Weiteres Sicherheitspersonal und Zivilisten wurden verletzt, es entstand hoher Sachschaden an den umliegenden Gebäuden und Geschäften. // In der vergangenen Nacht wurde in dem Dorf Kwaro in der Region Armanaz/Provinz Idleb der 46jährige Einwohner Khalid Taleb von Terroristen brutal erschlagen. Sie blockierten seinen Weg, als er einige Haushaltsgegenstände kaufen wollte und steinigten ihn. Danach schossen sie in dem Dorf wahllos um sich, um Panik unter den Bewohnern zu verbreiten.
- Channel 4 – Korrespondent: Syrische Rebellen haben versucht, mich zu töten: Der Chef-Korrespondent von Channel 4 News behauptet, syrische Rebellen hätten absichtlich versucht, ihn und seine Crew durch Schüsse der Regierungstruppen töten zu lassen, um die Regierung von Bashar al-Assad in Miskredit zu bringen. Alex Thomson erklärte, eine kleine Gruppe der Freien Syrischen Armee hätte das Fahrzeug, in dem er und seine Kollegen von Channel 4 News in eine „feuerfreie Zone“ unterwegs waren, absichtlich auf eine blockierte Straße in der Nähe von al-Qusair gelenkt, denn „tote Journalisten sind schlecht für Damaskus“. Thomson sagte, nachdem sie von vier Männern in einem schwarzen Auto in das „Niemandsland“ zwischen der Syrischen Armee und Kräften der Rebellen geführt wurden, wurde sein Team beschossen und gezwungen auszuweichen und schließlich auf die Straße, auf die sie geführt worden sind, zurückzuweichen. Er behauptete auch, das später das gleiche Rebellenauto die Straße zwischen ihnen und den UN-Fahrzeugen, die sie begleiteten, blockierte. Nach seinen Worten veranlasste dies die UN-Eskorte, wegzufahren und sie zu verlassen, nach dem sie sahen, dass das Channel 4 – Team von „jubelnden Militionären“ umgeben war. Der Vorfall ereignete sich am letzten Wochenende und Thomson ist jetzt wieder zurück in
Großbritanien. „Plötzlich winkten uns vier Männer in einem schwarzen Auto ihnen zu folgen. „Wir fuhren hinterher“ schrieb Thomson in einem Blog von Channel 4 News am Freitag morgen. „Wir wurden einen anderen Weg langgeführt, geradewegs in eine feuerfreie Zone hinein. Die Freie Syrische Armee ließ uns eine Straße fahren, die zur Mitte des Niemandslandes abgesperrt war.“ fügte er hinzu. „In dem Moment knallte ein Geschoss. Wir flüchteten in eine Nebenstraße – das war ein weiterer toter Punkt. Es gab keine andere Möglichkeit als zurück zu fahren auf die Straße, auf die wir geführt worden waren. Wie vorauszusehen war, war dort der schwarze Wagen, der uns in die Falle geführt hatte. Sie brüllten auf sobald wir wieder auftauchten. Ich bin mir sicher, die Rebellen arrangierten das absichtlich, um uns von der Syrischen Armee erschießen zu lassen. Tote Journalisten sind schlecht für Damaskus.“ Thomson sagte, zu dieser Überzeugung kam er nur eine halbe Stunde später, nachdem „unsere vier Freunde in dem gleichen schwarzen Auto plötzlich aus einer Seitenstraße kamen und uns von den vorausfahrenden UN-Fahrzeugen trennten. Die UN fuhr ordnungsgemäß an uns vorbei, sah uns von der Miliz umgeben und verließ die Stadt. Schließlich verschwanden wir auch wieder – und zwar auf der richtigen Straße, zurück nach Damaskus.“ „In einem Krieg, wo man die Kehle von Kleinkindern bis auf die Wirbelsäule durchschneidet, was ist es da für eine Sache, einen Van voller Journalisten in eine Todeszone zu schicken? Es war nichts Persönliches.“ Eine Sprecherin sagte: „Die Sicherheit unserer Journalisten ist von größter Bedeutung und wir senden immer nur erfahrene Teams in solche feindlichen Umgebungen. Alex ist ein unglaublich erfahrener Journalist, der seit über 2 Jahrezehnten auf der ganzen Welt über Konflikte berichtet hat“

09.06. -„US-Außenministerin Hillary Clinton und der Sondergesandte der Uno und der Arabischen Liga, Kofi Annan, haben am Freitag die Strategie zur Machtübergabe in Syrien von der Regierung an die Opposition besprochen, teilt US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland mit.
„Einen größeren Teil der Zeit wurden beim Treffen zwischen Clinton und Annan die Ausarbeitung einer Strategie zur Übergabe der politischen Macht in Syrien und die Vereinigung der internationalen Bemühungen zur Erfüllung des Plans Kofi Annans durch die Konfliktparteien erörtert“, gab Nuland auf einem Briefing am Freitag bekannt.“
- Die Behörden beschlagnahmten 30 Molotov-Coctails, Sprengsätze sowie eine Pump Gun und Munition in einem Auto in Tariq al-Bab/Aleppo. Außerdem entschärften Militäreinheiten einen Sprengsatz, der an einem Auto befestigt war, das MP Ali al-Bash gehört. //Eine Terrorgruppe griff Sicherheitskräfte im Gebiet al-Rihan/Douma an. Bei dem Schusswechsel wurden die beiden Terroristen Hasan Mouselli und Maher al-Sheikh getötet, zwei Sicherheitskräfte wurden verletzt.
- libanesischer Verteidigungsminister: Schmuggel von Waffen und bewaffneten Personen von Libanon nach Syrien geht weiter: Der Schmuggel von Waffen und bewaffneten Personen über illegale Grenzübergänge an der Libanesisch-Syrischen Grenze geht weiter, erklärte der libanesische Verteidigungsminister Fayez Ghosn. In einem Telefoninterview mit „al-Manar“ fügte er hinzu, die Flucht von mutmaßlichen Terroristen aus dem Camp „Ein al-Hilwa“ im Libanon sei Teil der Aktivitäten extremisitischer Gruppen. Außerdem führte er aus, die syrische Opposition hätte Interesse daran, die libanesische Stadt Tripoli als Basis für Angriffe gegen Syrien zu verwenden.
- UN-Beobachter besichtigten das Elektrizitätswerk in al-Oaboun/Damaskus, das von einer Terrorgruppe angegriffen worden war, und machten sich mit den Schäden vertraut. Das Energieministerium schätzt den unmittelbaren Schaden durch die Explosion auf etwa 200 Millionen SYP.
- „In der syrischen Hauptstadt Damaskus ist eine Gruppe von russischen Fachleuten unter Beschuss geraten. Die Russen waren am Samstag mit einem Bus unterwegs, als sie angegriffen wurden. Das teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag mit. Dies sei nicht das erste Mal, dass russische Bürger in Syrien attackiert werden, sagte Lawrow in Moskau. Ihm zufolge hatten Unbekannte am gestrigen Freitag in Damaskus aus einer Panzerfaust ein Haus beschossen, in dem russische Spezialisten leben. Bei der Attacke sei niemand verletzt worden. Laut Lawrow werden der syrischen Regierung Assad loyale Menschen in Syrien von den Oppositionellen bedroht und erpresst. In Syrien lebende russische Staatsbürger und Journalisten hätten von mehreren solchen Fällen berichtet.“
- „Überdies schilderten Augenzeugen der Organisation Human Rights Watch, dass zunächst Bewaffnete zwei Kontrollpunkte des syrischen Militärs in der Stadt angegriffen hätten, woraufhin die Militärs stundenlang mit schweren Waffen geantwortet hätten.
Am späten Nachmittag seien Uniformierte gekommen, die die anderen Menschen töteten. Allein 60 Personen gehörten einer Familie an – einer Familie, die als regimetreu galt. … Ob die Morde von Hula tatsächlich im Auftrag oder mit Billigung Assads geschahen, daran zweifelt selbst die Bundesregierung. Sie verfügt zumindest über Informationen, wonach Assad überrascht reagiert habe, als das Massaker bekannt wurde.“
- Die Christen haben die Stadt Qusair in der Nähe von Homs verlassen und folgten damit einem Ultimatum des Militärchefs der bewaffneten Opposition, Abdel Salam Harba. Das berichten lokale Quellen von Fides und weisen darauf hin, dass nach dem Ausbruch des Konfliktes von den 10.000 Gläubigen, die in der Stadt lebten, nur 1.000 geblieben sind, die jetzt gezwungen werden, in aller Eile zu fliehen. Einige Moscheen der Stadt erneuerten die Forderung und verkündeten von den Minaretten: „Christen haben al-Qusair innerhalb von sechs Tagen zu verlassen, die Frist läuft am Freitag aus.“ Das Ultimatum ist also gestern, am 08. Juni, abgelaufen und erzeugte neue Angst unter der christlichen Bevölkerung, die nach der Anwesenheit von Pater Paolo Dall'Oglio, einem Jesuit, der sich eine Woche lang in Qusair aufgehalten hatte, und seiner Idee des „Betens und Fastens für den Frieden“ zu hoffen begonnen hatte. Die Gründe für das Ultimatum bleiben unklar. Nach einigen dient es dazu, weiteres Leid unter den Gläubigen zu vermeiden, andere Quellen sehen „eine Kontinuität der Konzentration auf Diskriminierung und Repression.“ Wieder andere argumentieren, dass die Christen öffentlich ihre Loyalität gegenüber dem Staat zum Ausdruck gebracht haben und die Opposition sie aus diesem Grunde vertreibt. Christliche Familien aus Qusair haben nun begonnen, in die Täler und die umliegenden Gebiete zu flüchten. Einige haben Zuflucht bei Verwandten und Freunden in Damaskus gefunden. Einige Familien, sehr wenige, versuchten tapfer, in ihrer Heimatstadt zu bleiben, aber niemand weiß, welches Schicksal sie erleiden werden. Fides-Quellen erklärten, dass islamisch-salafistische Extremistengruppen aus den Reihen der bewaffneten Opposition die Christen als „Ungläubige“ betrachten, ihr Hab und Gut beschlagnahmen, Hinrichtungen begehen und bereit sind, einen „sektiererischen Krieg“ zu beginnen. 

10.06. - Durch Zusammenarbeit mit den Bewohnern gelang es den Behörden, ein von den Terroristen in der Stadt Yelda/Damaskus-Land genutztes Versteck zu stürmen, das zur Herstellung von Sprengsätzen verwendet wurde. Dabei wurden drei einsatzfähige Sprengsätze gefunden, außerdem hochexplosives und giftiges Material wie Ammoniumnitrat und Düngemittel, die zur Anfertigung von Bomben verwendet wurden. // In Homs griff eine Terrorgruppe ein Kraftwerk westlich des National Hospital an und setzte es in Brand. Die entstandenen Schäden können bisher noch nicht abgeschätzt werden. // Eine Terrorgruppe griff eine Militäreinheit in al-Ghanto/Homs an, um Waffen und Militärmunition zu plündern. Dabei wurden mehrere der Terroristen getötet oder verletzt.
- Telefongespräch abgehört: Vorbereitung eines Massakers in Haffeh: Terroristen planen ein Massaker gegen Einwohner von al-Haffeh und dem Dorf Tfil in der Provinz Lattakia. Im syrischen TV wurde ein Telefonat zwischen zwei Personen ausgestrahlt, von denen einer eine türkische Telefonkennung benutzte und der andere Ghaith Mohammad Sadeq Kilieh heißt. Das Telefonat galt der Vorbereitung eines Massakers an den Einwohnern von al-Haffeh und dem Dorf Tfil/Lattakia. Einer der Anrufer sagte: „Tötet die Geiseln und die Gefangenen in Tfil, filmt sie und stellt das in´s Internet, damit es so aussieht, als gäbe es ein Massaker, das die Regierung begangen hat.“ Er fügte hinzu: „Filmt sie, zieht sie aus und sagt, ein Massaker sei geschehen. Schickt die Bilder an die Medien. Zwei Tage später wird es eine internationale Reaktion geben.“ In der Zwischenzeit hat es bereits Angriffe auf öffentliche und private Einrichtungen in al-Haffeh gegeben. Sie wurden nieder gebrannt und brutale Morde an der Bevölkerung durchgeführt. Terrorgruppen brannten auch das Krankenhaus und die Verwaltung von al-Haffeh nieder, vertrieben die Einwohner und besetzten ihre Häuser. 

11.06. - Bewaffnete Gruppen, die gegen die Regierung von B. al-Assad in Syrien kämpfen, haben eine weitere Gas-Pipeline in der krisengeschüttelten östlichen Region von Deir Azzor in die Luft gesprengt. Der Angriff geschah zwischen den Orten al-Zebari und Sa´alo und führte zum Austritt von 400.000 qm Gas.
- „Das Assad-Regime „pfeift aus dem letzten Loch und hat in mehreren Städten die Kontrolle verloren“, erklärte am Sonntag der frisch gewählte Chef des Syrischen Nationalrates (SNC), der Kurde Abdel Baset Sayda. Der 55-Jährige, der seit fast 20 Jahren in Schweden im Exil lebt, war von dem Dachverband der syrischen Opposition in Istanbul zum Nachfolger des vor drei Wochen zurückgetretenen Hochschullehrers Burhan Ghalioun gewählt worden. Er soll als Konsenskandidat die tief zerstrittenen Fraktionen der Assad-Gegner wieder zusammenführen.“ 

12.06. - Die USA haben vorhergesagt, dass ein anderes Massaker im Houla-Stil in Syrien verübt werden wird – und haben sogar genaue Standorte genannt. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, sagte am Montag, die syrische Regierung „könnte ein weiteres Massaker organisieren, dieses Mal in dem Dorf al-Haffa, in der Provinz Lattakia, außerdem in den Städten Deir Azzor, Daraa, Homs, Hama und in den Vororten von Damaskus. 
- USA beschleunigen Vorbereitung für eine Flugverbotszone in Syrien: Die USA könnten bald eine offizielle Rolle im syrischen Aufstand übernehmen, nachdem in dieser Woche Berichte aufgetaucht sind, die darauf hindeuten, dass das Weiße Haus eine Luftoffensive gegen die Regierung von Präsident Bashar al-Assad plane. Nach über einem Jahr der Unruhen in Syrien berichtet die israelische Nachrichtenagentur Debka nun, Präsident Obama hätte die US-Navy und Air force angewiesen, Pläne zum Sturz von Präsident Assad zu beschleunigen. Obama hofft, durch einen befristeten Luftangriff auf die syrische Regierung könnten die USA in die Lage kommen, Assads Kontrolle zu verringern. Debka berichtet, die USA würden sich für eine Flugverbotszone einsetzen und anschließend ihr eigenes Personal einsetzen, um auf Assad ausgerichtete Ziele zu treffen.
-Die Behörden verhinderten einen illegalen Grenzübertritt bewaffneter Terroristen von libanesischem Territorium nach Syrien in der Nähe der Städte Halat und Idlein in Talkalakh. Mehrere Terroristen wurden dabei getötet, die anderen flüchteten zurück auf libanesisches Territorium.
- Die Behörden entschärften am Montag einen 700 kg schweren Sprengsatz, der in einem Auto in Jaramana/Damaskus-Land deponiert war. Das Fahrzeug wurde von den UN-Beobachtern inspiziert. Der entführte Zivilist Ahmad al-Jasem, Fahrer des gestohlenen Mercedes, sagte im syrischen Fernsehen, am 30. Mai hätten etwa 50 Bewaffnete sein Auto abgefangen, als er auf dem Weg nach Hause war. Sie töteten seine Frau und nahmen ihn mit auf einen abgelegenen Hof in al-Mileha/Damaskus-Land. „Auf diesem Hof fand ich.

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